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untere Reihe von links:
F-J. Feldmann, I. Nübel, A. Linnhoff, F. Linnhoff, F. Franke, M. Gabel, P. Struchholz, B. Gerke

2. Reihe von links:
K. Nübel, N. Aßmann, K. Linnhoff, D. Mankopf, L. Herbst, S. Roderfeld, S. Menke, V. Keunecke, J. Ebbert

3. Reihe von links:
M. Herbers, S. Franke, M. Linnhoff, C. Joest, S. Rohe, S. Joest, S. Lüchtefeld

4. Reihe von links:
M. Kollmann, U. Herbst, E. Gabel, C. Kollmann, M. Mertens, B. Hülsmann

5. Reihe von links:
H. Franke, K. Schulz, R. Bracke, A. Kotewitsch, T. Linnhoff, K. Löffler, M. Schulz, W. Linnhoff, T. Menke D. Lüchtefeld

Eng verbunden mit der Geschichte des Schützenvereins St. Michael Völlinghausen ist auch die Geschichte des Spielmannszuges aus Völlinghausen. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der Spielmannszug 1927 als der Schützenverein Völlinghausen/ Wamel die „Knüppelmusik“ zur musikalischen Untermalung ihres Schützenfestes verpflichtete. Hier gelang wohl der musikalische Durchbruch, denn seither gilt das Jahr 1927 als Gründungsjahr des Spielmannszuges.

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Der Spielmannszug unter Stabführung
von Fritz Ebbert beim Zapfenstreich 1962

Der nächste größere Auftritt erfolgte 1929 beim Schützenfest des neu gegründeten Schützenvereins St. Michael Völlinghausen. Laut Protokollbuch des Schützenvereins verpflichtete man das Tambourkorps Völlinghausen. Ehe es zu diesen Auftritten kam, war jedoch viel Arbeit und Idealismus der Musiker nötig:

Im Jahre 1926 kamen eine Handvoll musikbegeisteter Völlinghauser auf die Idee zur Gründung einer „Knüppelmusik“.

Zur Beschaffung von Instrumenten und Uniformen wurde bares Geld benötigt. Da in den schwierigen Zeiten der Hunger- und Inflationsjahre kurz nach dem 1. Weltkrieg die meisten Völlinghauser in der Forst- und Landwirtschaft beschäftigt waren und ihr Arbeitslohn zum größten Teil in Naturalien ausgezahlt wurde, war dies das erste große Hindernis.

Doch mit unermüdlichem Einsatz konnte die erste Grundausstattung von vier Trommeln und vier Flöten beschafft werden. Jedoch fehlte noch ein Ausbilder, der wohl in der Stadt, nicht aber auf dem Land zu finden war. So machten sich die Musiker nach Feierabend selbst mit ihren Instrumenten vertraut.

Wer ihnen bei den ersten Übungsstunden zur Seite stand, ist heute nicht mehr festzustellen. Nachweislich war aber Heinrich Herbers der erste Tambourmajor, der auch die ersten Proben leitete. Ihm zur Seite standen die Flötisten Klemens Herbst, Franz Krick, Klemens Koerdt, Paul Langer und die Trommler Wilhelm Bäcker, Fritz Koerdt, Heinrich Sprenger und Anton Fraas.

Da die Musiker keine eigene Uniform besaßen, nähten sich die Spielleute einfach die halbrunden Schwalbennester auf ihre Sonntagsjacken und auf dem Kopf trug man die Sonntagsmütze, damals war dies die landesübliche blaue Schirmmütze. Dieser unermüdliche Einsatz wurde mit Auftritten auf den bereits zu Anfang genannten Schützenfesten belohnt.

1934 konnte sich der Spielmannszug erstmals mit neuen Uniformen ausstatten. Die Anzahl der Spielleute stieg auf zwölf Musiker.

Für die Zeit des zweiten Weltkrieges ruhte die hoffnungsvoll begonnene Vereinstätigkeit. Einen Neuanfang wagte man am 1. Mai 1949. Dieses Jahr diente, wie bereits 1926, der Neubeschaffung von Instrumenten und Uniformen sowie der Ausbildung der Musiker.

Die musikalische Ausbildung war leichter als noch 1926, verfügte man doch mit Wilhelm Bäcker (Flöte), Wilhelm Kellerhof sen. und Anton Fraas (beide Trommel) über eigene Ausbilder. Paul Langer übernahm den Tambourstab, war er doch schon vor dem Kriege der Tambourmajor des Völlinghauser Vereins. Der Tambourkorps wurde in diesem Jahr der Freiwilligen Feuerwehr Völlinghausen angegliedert.

Sein 25-jähriges Vereinsjubiläum feierte das Tambourkorps 1952 unter einem Zelte auf dem ehemaligen Hofe Lüchtefeld. Zu dieser Zeit hatte das Korps 14 aktive Mitglieder und hatte sich durch seine erfolgreichen Auftritte inzwischen schon weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen gutenNamen gemacht.

Im Jahr 1956 gab es im Vereinsleben einige Änderungen. Der Korps löste sich von der Feuerwehr und wurde in aller Form ein selbstständiger Verein: Spielmannszug Völlinghausen. Für die bisherigen Feuerwehruniformen wurden neue, grüne Uniformen angeschafft, die bis zum Jahr 1970 getragen wurden. Nun wechselte man zu blauen Uniformen, die in verschiedenen Variationen noch bis heute getragen werden.

Am 10 September 1977 feierte der Spielmannszug sein 50-jähriges Bestehen. Zwanzig Vereine aus dem ganzen Kreisgebiet kamen zum Freundschaftstreffen.

Hatte der Verein im Jubiläumsjahr noch 26 Mitglieder, so begann man sich Gedanken über weiteren Nachwuchs zu machen. Bis zu Beginn der achtziger Jahre war der Spielmannszug ein reines Männerkorps. 1982 brach man dieses „Tabu“ und bildete junge Musikerinnen aus.

Zu seinem 60-jährigen Jubiläum konnte der Spielmannszug 22 Vereine bei einem zweitägigen Freundschaftstreffen begrüßen. In diesem Rahmen wurden 1987 Paul Langer als Gründungsmitglied und Hugo Schroer für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

1990 erhielten die Musiker des Spielmannszuges die blauen Uniformen, die auch heute noch bei den offiziellen Auftritten des Vereines getragen werden. Im Jahr 1997 lud der Spielmannszug zur Feier seines 70-jährigen Bestehens ein. An zwei Tagen konnten 28 befreundete Vereine in der Heidberghalle in Völlinghausen begrüßt werden.

Im Jahr 2001 vollzog sich der vorerst letzte große Wechsel: der langjährige Vorsitzende Manfred Schulz gab sein Amt an Harald Franke (Lyra) ab, der nun die Geschicke des Vereines leitet.

Als Ausrichter des Gemeindemusikfestes 2002 feierten die Musiker das 75. Jahr ihres Bestehens. Zehn Vereine nahmen am großen Festumzug durch den Ort und den anschließenden Bühnenspielen in der Heidberghalle Völlinghausen teil.

Im Rahmen des Jubiläums konnten zahlreiche Ehrungen vorgenommen werden: neben sieben Spielleuten, die für ihre bestandene D1- Prüfung ausgezeichnet wurden, erhielt Franz- Josef Feldmann die Kreisehrenplakette für 40- jährige Mitgliedschaft im Spielmannszug Völlinghausen.

Der Verein bedankte sich weiterhin bei Markus Herbers für seine 10- jährige Stabführertätigkeit sowie bei Stephanie Franke für 20 Jahre und bei Michael Kollmann für 10 Jahre Mitgliedschaft. Daniela Mankopf erhielt aus den Händen von Franz- Josef Kemper und Harald Franke ihre Nadel für die bestandene C3- Prüfung.

Zur Zeit befinden sich sechs junge Musikerinnen und Musiker in der Ausbildung. Sie werden den Verein bei den künftigen Auftritten tatkräftig unterstützen. Der Spielmannszug Völlinghausen gratuliert dem Schützenverein St. Michael herzlich zu seinem Jubiläum und bedankt sich für die intensive und harmonische Zusammenarbeit in der Vergangenheit und in der Zukunft.

http://www.spielmannszug-voellinghausen.de

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